Ein Papageien-Gedicht
EIN PAPAGEI BLEIBT SELTEN ALLEIN
Du willst einen Papagei? das ist aber gefährlich, zwei müssen sein, sei doch mal ehrlich!
Einer ist gar nichts, ein zweiter muss her. Ein Dritter ist einfach, ein Vierter nicht schwer.
Ein Fünfter erfreut dich, mit dem sechsten wird's gehen. Ein Haus voller Papageien macht's Leben erst schön!
Warum nicht noch einen, du traust dich, nicht wahr? Sie sind wirklich ganz niedlich, aber mein Gott, das Haus-wie sieht es nur aus.
Ein Käfig im Vorraum, ein anderer im Wohnzimmer! Vielleicht noch in der Küche, das findest du nett?
Es leidet der Haushalt, man nimmt' s kaum noch wahr, die Papageienspuren überall das ist klar.
Es gibt kaum ein Limit, dem Himmel sei Dank! Ihre Zahl zu verringern - der Gedanke macht krank!
Jeder ist anders, du weißt, wer da pfeift oder spricht. Das Futter ist teuer, dich kümmert das nicht.
Die Familie bleibt weg, Freunde lassen dich in Ruh', siehst nur Papageienfreunde, die genauso leben wie du!
Die Blumen sind tot, die Möbel sind hin, doch Du hast nur eines im Sinn. Eine Außenvoliere, mit Schutzraum na klar.Das ist die Lösung für alle wie wahr-
Im Garten der Platz ist geradezu toll-doch viele fragen dich was das nun soll?
Ist es das wert, was machst du da bloß? Doch dann kommt dein Liebling und fliegt auf deinen Schoß!
Sein Blick wärmt dein Herz, und um nichts in der Welt gäbest du auch einen nur her, was bedeutet schon Geld?
Es muss wohl was wert sein, und es muss dir was geben, denn sie lieben dich alle, die Papageien in deinem Leben!
Alles hat sich verändert, nichts ist mehr gleich! Du liebst deine Papageien, und deine Seele ist reich!
von Monika Jöbstl





