Papageienarten Aras Hellroter Ara

Hellroter Ara

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Hellroter Ara (Ara macao)

Der Hellrote Ara ist eine Papageienart aus der Gattung der Eigentlichen Aras. Der Ara ist im nördlichen Südamerika zuhause und schätzt dort das tropische Klima sehr. Der Hellrote Ara wird auch Arakanga genannt. Von allen Papageienarten ist der Hellrote Ara einer der größten Papageien der Welt, der eine Länge von bis zu 90 cm erreichen kann. Leider ist diese Papageienart wegen den bunten Federn stark gefährdet.

 

Typische Merkmale des Ara Papageis

Die Grundfarbe ist leuchtend rot; nackter Zügel- und Wangenbereich weiß; manchmal leicht gelbliche Federsäume am Hinterkopf. Die großen und mittleren Flügeldecken sind leuchtend gelb mit grünen Spitzen; Schwingen an den Außenfahnen blau. Der Unterrücken, Bürzel, Ober- und Unterschwanzdecken ist blass-blau und Schwanzoberseite rot.


Nahrung von Aras

Aras bevorzugen fast ausschließlich nur Früchte wie z.B. Mango oder die Früchte der Balsampflanze, Nüsse und Samen, besonders die Samen des Sandbuchsbaums und die Paradiesnussbaumsamen oder auch die Paradiesnüsse mag der Ara sehr. Durch den besonders starken Schnabel gelingt es den Ara Papagei mühelos Nüsse oder hartschalige Früchte zu knacken. Der Oberschnabel des Aras ist stark gebogen und hat einen Spitzen hacken, mit den er zum Beispiel Samen aus Früchten herausholen kann. Gelegentlich nehmen sie auch, besonders in der Brutsaison, Insekten und Larven zu sich. Auch Palmenfrüchte Beeren, Feigen Zweige und Blätter frist der Ara Papagei. Körnerfutter, welches vor allem zur Brutzeit gekeimt gereicht werden sollte, stellt die Grundnahrung dar und sollte in etwa 50-60% der Gesamtfuttermenge ausmachen. Das Grundfutter kann sich z.B. aus folgenden Sämereien zusammensetzen: Kürbiskerne, Kiefernsaat, Dari, Weizen, Rohreis, Buchweizen, Leinsaat, Hanfsaat, Haferkerne, Kanariensaat, Paddy-Reis oder Milokorn. Achten Sie jedoch darauf das der Ara auch genug frische Früchte bekommt wie zum Beispiel: Apfel, Birne, Banane, Orange, Mango, Annanas, Erdbeeren, Gurken, Karotten, Kresse, Vogelmiere oder Löwenzahn. Es sollte auch zusätzlich darauf geachtet werden das der Ara Papagei Zusatzfutter wie zum Beispiel Mineralstoffgaben, tierisches Eiweiß, Grit, frische Obstbaumzweige oder Maiskolben bekommt. Auf Tierisches Eiweiß sollte vor allem in der Brutzeit geachtet werden.

 

Sozialverhalten von Aras

Aras sind sehr gesellige Vögel die in der Freien Natur fast ausschließlich nur in Gruppen sind. Lediglich während der Fortpflanzung entfernen sich Ara Papageien paarweise aus ihren Gruppen. Aras begeben sich zusammen auf Futtersuche und kehren abends zu einem gemeinsamen Schlafplatz zurück. Bei Mitgliedern bestimmter Familien ist zu beobachten, dass sie immer ganz besonders nah aneinander fliegen und Körperkontakt suchen, wenn sie schlafen. Dass es bei den Ara Papageien eine Hierarchie gibt konnten Forscher bislang noch nicht feststellen. Bei den Ara Papageien gibt es scheinbar kein Leittier. Trotz all dem lassen jüngere Tiere den Älteren grundsätzlich den Vortritt bei der Nahrungsaufnahme und erst wenn die alten Tiere fertig sind, beginnen die Jungen zu fressen. Jedoch ist dies reiner eigennutz und keine Höfflichkeit, älteren Tiere sind erfahrener und wissen daher, wo es gutes Futter zu holen gibt. Durch Beobachtung und Nachahmung lernen dann die Jüngeren von den Älteren, um selbst später ein Vorbild zu werden.

Aras besitzen auch kein festes Revier, jedoch durchstreifen Sie regelmäßig ein weites Gebiet, das sie jedoch nicht gegen andere Aras verteidigen müssen. So kann es schon mal vorkommen dass sich auf manchen Bäumen verschiedene Aragruppen sammeln. Warum die Aras ihr Revier nicht gegen Eindringlinge verteidigen, ist recht einfach zu erklären: Pflanzliche Nahrung gibt es im Überfluss und macht jeden Futterneid absolut sinnlos vor allem in den gut bestückten Wäldern Süd-Amerikas.

Wenn sich verschiedene Aras auf Bäumen treffen, achten Sie sogar sehr darauf sich nicht zu vermischen. Zu bestimmten Zeiten treten alle Gruppen den Abflug an, um Schlafplätze zu suchen (gegen Mittag für die Mittagsruhe und nachts). Was auch sehr fastzinierend ist das es bei Aras keine kämpfe um den Geschlechtspartner gibt, hat sich ein Pärchen gefunden, bleibt es ein leben lang zusammen. Der nahe verwandet des hellroten Aras ist der Hyazinthara, der als einzigster Futterkonkurrent gilt, daher meiden die sich die Arten untereinander und fliegen sich aus dem Wege.

 

Fortpflanzung bei den Ara Papageien

Hellrote Aras erreichen die Geschlechtsreife zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr. Eine Paarbindung kann zu diesem Zeitpunkt bereits eingegangen werden. In der Freien Natur ist eine erfolgreiche Vermehrung ca. erst ab 6 Jahren möglich, wobei es nicht unwahrscheinlich ist das die erste Brut nicht gelingt. Aras sind wie fast alle Papageien monogam und die Gemeinschaft besteht, bis einer der Partner stirbt. Männchen, die noch kein Weibchen gefunden haben, suchen sich spätestens zu Beginn der Fortpflanzungszeit ein Weibchen. Die Vorgänge des Balzverhaltens sind noch nicht ganz geklärt. Wenn sich  ein Paar gefunden hat, schnäbeln sie zuerst ausgiebig und putzen sich gegenseitig. Ist die Brutzeit nahe, löst sich das Pärchen von der Gruppe und sucht sich einen Brutplatz. (Meistens benutzen sie dasselbe Baumloch mehrere Jahre hintereinander). Das Weibchen legt zwei oder drei weiße Eier auf den Boden, der mit Holzspänen gepolstert wurde, und brütet 4-5 Wochen. Es wird dabei nur selten abgelöst, da das Männchen sich auf Nahrungssuche macht.

 

Die erste Lebensphase bei Aras

Beim Schlüpfen sind die jungen Aras völlig nackt, wachsen jedoch schnell und bekommen ihre Federn schon nach vier Wochen. Nach zehn Wochen sind sie dann vollständig befiedert. Drei bis vier Monate später bleiben die Jungen im Nest und erhalten in unregelmäßigen Abständen vorgekauten Nahrungsbrei. Sowohl Männchen als auch Weibchen sorgen bei den Aras nun für Futter. Wenn das Nest verlassen wurde, werden die jungen Vögel noch von ihren Eltern ernährt, bis sie dann in der Lage sind, selbst für sich zu sorgen. Gesellschaften bleiben zusammen bis zur nächsten Brut, manchmal sogar auch länger.

 

Der Tagesablauf der Aras

Der Tagesablauf der Aras hat ein genau festgelegtes Schema. Bei Sonnenaufgang verlassen alle ihre Ara Papageien Ihre Schlafplätze, um Nahrung zu suchen, und erst bei Sonnenuntergang kehrt sie zurück. Trotz ihres Gewichts sind Aras gewandte Flieger. Mit ihren großen Flügeln kommen sie zügig an ihr Ziel. Legen sie große strecken zurück, fliegen sie oberhalb der Baumkronen und bei kurzen fliegen sie zwischen Bäumen hindurch. Direkte Tiefflüge geschehen jedoch nur über Wasserläufen. Während den Streifzügen entfernen sich die Aras nicht weiter als 10 km von ihrem Schlafplatz. In regelmäßigen Abständen wird ein neuer Schlafplatz bestimmt. Während Aras fressen, bleiben sie möglichst ruhig, um keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Sobald jedoch ein Vogel Gefahr zu erkennen meint, gibt er sofort lautstark Alarm an alle Mitglieder der Gruppe. So werden alle rechtzeitig gewarnt und kleinere Gefahren durch den Lärm sogar verscheucht. Natürliche Feinde hat der Ara kaum, der Hauptfeind ist der Greifvogel, der tagsüber in Wäldern jagen tut.


Bilder Kommentare

  • DSC00087 Das sind ja zwei hübsche!
  • Bild081 Hihi, wenn der was "fallen" lässt dann siehst du aber grün ;)
  • Bild081 Ja ja der Jakob der alte Gesichtshocker...