Papageienarten Aras Gelbbrustara

Gelbbrustara

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Gelbbrustara (Ara ararauna)

Engl. Blue und Yellow Macaw

Der Gelbbrustara gehört wahrscheinlich wohl mit zu den beliebtesten Papageienarten die es gibt. Diese Papageienart gehört mit zu den größten Papageien. Bis zu einer Länge von ca. 90cm kann der Gelbbrustara erreichen.

Der Gelbbrustara gehört zu der Familie der Eigentlichen Papageien (Psittacidae), die zur Unterfamilie der Neuweltpapageien gehört, die dann der Gattung der Aras (Ara) zugewiesen wird. Die Gattung der Aras umfasst derzeit noch zwölf lebende Arten.

Wie auch bei vielen anderen Papageienarten ist auch der Gelbbrustara in einigen Verbreitungsgebieten auf dem Rückzug, wo der Hauptgrund auf die Zerstörung der Umwelt durch menschliche Siedler zurück zu führen ist (Fang, Handel, Jagd). Der Gelbbrustara ist auf dem südamerikanischen Kontinent stark verbreitet, mal ganz abgesehen vom äußersten Süden und Osten.


In Ost-Panama südwärts über Nordwest-Kolumbien im Magdalena-Tal und östlich der Anden von Ost-Kolumbien und Venezuela über Ekuador und Peru sowie Guyana, Surinam, Französisch Guayana, Trinidad und Brasilien bis nach Bolivien, Paraguay und Nord-Argentinien, in den tropischen und subtropischen Zonen des südamerikanischen Kontinents ist der Gelbbrustara zu hause. Zu finden ist er dort in den Regenwäldern, hohe und dichte Sekundärvegetation, offene Wälder sowie in den Sumpfgebieten und auch in den Savannengebieten mit Palmen- und Baumbestand in den tropischen Zonen bis in 500 Metern Höhe, da ist der Gelbbrustara zu hause. Örtlich ist er auch in Höhen bis zu 1500 Metern zu finden.

Der Gelbbrustara erreicht in der Regel eine Länge von bis zu ca. 90cm und wird bis ca. 1250 Gramm schwer. Das Gefieder vom Gelbbrustara ist an der Oberseite blau, die Brust und auch der Bauch ist goldgelb gefärbt, was bis hin zum Kopf  über den Nacken in ein türkisblau verläuft. Die Wangen sind weiß und besitzen einige kleine schwarz gestrichelte Federn. Die Wachshaut ist unbefiedert und rosa farbend. Die Kehle dagegen ist Schwarz und besitzt eine Abgrenzungslinie zum restlichen Körper. Die Flügelunterseiten sind grün bis gelblich gefärbt wo im Gegensatz der  Papageienschwanz auf der Oberseite blau und auf der Unterseite gelblich gefärbt ist. Die Füße sind dunkelgrau und der Papageienschnabel ist Schwarz. Die Jungtiere mit kürzerem Schwanz und dunkelbrauner Iris.

Das Brutverhalten der Gelbbrustaras

Die Brutsaison von den Gegenden abhängig. Im nördlichen Südamerika und Panama beginnt die Brutzeit zwischen Februar und Juni, im südlichen Teil dagegen erst von August bis Dezember. Für die Brutzeit werden Nesthöhlen in lebenden und abgestorbenen Palmen und Laubbäume benutzt. In der Regel brüten Gelbbrustaras nicht jedes Jahr. Die Vermehrung hält sich in grenzen, denn viele Gelege und Nester mit jungen misslingen aufgrund von Raubfeinden, Hochwasser oder Krankheiten. Der Gelbbrustara legt in der Regel 1-3 Eier, in der Regel ehr 2. Die Brutdauer beträgt in der Regel 26 bis 28 Tage. Die Nestlingszeit ca. 90 bis 100 Tage. Das Ei ist ca. 46 x 36mm.

Gelbbrustara Ernährung

Besonders gern mögen Gelbbrustaras die Palmenfrüchte von Inaja (Maximiliana regia) und Tucuma (Astrocaryum). Die Ernährung bei den Gelbbrustaras ist sehr vielfältig und reicht über verschiedene Früchte, Samen, Blüten, Nüsse, Beeren und gemüseartige Pflanzen. Auch die Lehmlecken sucht er regelmäßig auf, die nach neueren Forschungen nicht der Mineralaufnahme sondern der Neutralisierung von Pflanzengiften dienen. Der häusliche Gelbbrustara bekommt natürlich Körnerfutter, was in etwa die hälfte der Grundnahrung sein sollte. Zusätzlich sollte er auch ausreichend Obst- und Gemüsesorten bekommen wie z.B. Birnen, Äpfel, Zwetschgen, Bananen, Gurken, Karotten, Hagebutten oder halbreifer Mais. Auch kleine Mengen Walnüsse, Zirbenüsse, Erdnüsse, Paranüsse oder Samengemisch aus Sonnenblumenkernen, Kardi oder Hanf mag der Gelbbrustara. Grünpflanzen wie Vogelmiere oder Löwenzahn können regelmäßig als Mineralstoffgaben genutzt werden. Zur Aufzucht eignet sich Weißbrot und Eifutter aber auch Kinderfrüchtebrei und Biskuits. Der Gelbbrustara mag wohl das gleiche Papageienfutter wie der Hellrote Ara bekommen. Informationen finden Sie hier: Hellroter Ara

Gelbbrustara Haltung und Erziehung

Für die Haltung des Gelbbrustaras ist eine Außenvoliere von 8x3x2 Metern mit anschließendem Schutzhaus von 3x2x2 Metern ideal. Der Nistkasten sollte aus Hartholz bestehen und eine Maße von 55cm x 70cm x 100cm mit einem Einschlupfloch von 22cm Durchmesser haben. Da es sich bei den Gelbbrustaras um sehr große Papageien handelt die auch einen sehr großen Schnabel haben ist natürlich die Erziehung sehr wichtig, damit auch das zusammenleben harmonisch verläuft. Zum Anfang muss definiert werden was der Vogel darf und was er nicht darf, dann sollte Lob und Tadel definiert werden, beim Lob nutzen Sie ein lobendes Wort Ihrer Wahl und dazu gibt es leckerlies, beim Tadel gibt es ein bestrafendes Wort Ihrer Wahl, wobei der Vogel anschließend zusätzlich für eine Zeit mit Ignoranz bestraft wird. Zu beachten ist das jeder in der Familie die gleichen Kommandos nutzt. Niemals Schläge oder ähnliches anwenden!

Gelbbrustara Zucht

Die Zucht gelingt regelmäßig, bei dieser Ara-Art sind mit die besten Zuchterfolge erzielt worden. Es ist darauf zu achten das nur artgleiche Tiere verpaart werden. Brutbeginn findet ab April statt, was sich durch die Aggressivität der Alttiere bemerkbar macht. Die Eier werden vom Weibchen bebrütet, während das Männchen den weiblichen Vogel füttert. Die Brutdauer beträgt 25 bis 27 Tage, die Nestlingszeit 12 Wochen, jedoch sollten die Jungtiere auch nach dem Ausfliegen noch einige Zeit bei den Eltern bleiben dürfen. Der Oberschnabel der Jungvögel ist in den ersten 15 Tagen noch hornfarben, der sich dann im laufe der Zeit erst Schwarz färbt. Nach ca. 25 Tagen brechen die ersten Federkiele durch, schon nach ca. 6 Wochen sind die Jungvögel vollständig befiedert.

Die Gefahren im Alltag

Achten Sie darauf dass Sie in Ihrem Haushalt keine Pflanzen haben die für Ihren Papagei giftig seien könnten wenn er Freiflug bekommt. Achten Sie darauf dass dort wo Sie Ihren Papagei Freiflug gewähren keine Pflanzen wie z.B. Alpenveilchen, Christusdorn, Euphorbien, Hyazinthen, Maiglöckchen, Zimmerfarn stehen. Achten Sie auch darauf das klaren Fensterscheiben auch als undurchdringlich gekennzeichnet werden z.B. mit Gardinen, Jalousien oder Fensterbilder sodass dies nicht mit einer Öffnung zu einem anderen Raum betrachtet werden kann.

Bilder Kommentare

  • DSC00087 Das sind ja zwei hübsche!
  • Bild081 Hihi, wenn der was "fallen" lässt dann siehst du aber grün ;)
  • Bild081 Ja ja der Jakob der alte Gesichtshocker...